0
0,00  0 Produkte

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Wie alles begann …

1920

gründet Josef Eder einen Wagnereibetrieb in Hafnerbach, er beschäftigt anfangs nur einen Gesellen und einen Lehrling. Tagesleistung war es damals, 1 Wagenrad zu fertigen. 1920 war auch das Geburtsjahr von Franz Plank, der es später in Kilb zu einer Tagesleistung von 2 Rädern bringen sollte, um so schneller zu seiner Leopoldine nach Prinzersdorf kommen zu können - denn er durfte dann schon früher von der Arbeit weg. Motivation ist alles.

1923

Der Betrieb übersiedelt nach Prinzersdorf. 4 - 8 Mitarbeiter. Durch die fortschreitende Mechanisierung (Autos, Traktoren, „Gummiwagenanhänger“ statt Holzfuhrwerk) war das Aus für die Wagnerei vorprogrammiert. Es wurde der Umstieg auf andere Produkte vorgenommen.

So wurden Schi und Schlitten hergestellt.

Aber auch die Herstellung von Gerätestielen stellten eine Einkommensquelle dar. Meister Eder war technisch immer voran und war einer der ersten in der Region um Prinzersdorf, der sich einer „Erlaubnis zum Führen von Fahrzeugen mit Explosionsmotoren“ (heute: Führerschein) erfreuen konnte. In der Werkstätte wurde oft auch technisch improvisiert, so wurde ein altes Motorrad zur Verwendung als Bandsäge umgebaut. Etwa im Jahre 1930 entdeckte damals Maria Eder, die „Chefin“ , dass bei zugekauften Bugholzteilen für Rodeln an der Außenseite Rostspuren waren.

So wurde das „thonetsche“ Bugholzverfahren auch von Eder angewandt. Das mit Niederdruck-Sattdampf (110-120°) gedämpfte Holz wird dabei durch ein außenseitig anliegendes, in der Länge begrenztes Biegeblech im noch heißen Zustand, gebogen. Das Biegeblech verhindert so das Reißen des Holzes. Dazu wurde Anfangs vor allem die „Muskelkraft“ eingesetzt. Diese Erkenntnisse wurden von den Firmen damals noch als „Betriebsgeheimnis“ gewahrt und waren über Fachbücher und Lehren nicht ohne weiteres zugänglich. Für die Zukunft sollte das Holzbiegen Grundlage des Fortbestandes des Betriebes sein.

1937

Standortwechsel von Prinzersdorf Nr.45 auf Prinzersdorf Nr.62. Erwerb des damaligen Schicho-Hauses. Bau einer neuen Werkstätte auf diesem Grundstück. Während der Zeit des 2. Weltkrieges war der Wagnereibetrieb als „kriegswichtiger Betrieb“ mit Aufträgen der Wehrmacht (Holzräder) eingedeckt und beschäftigte auch einen französischen Kriegsgefangenen. Obwohl in Zwangsarbeit, war dieser wegen der guten Küche der Maria Eder verhältnismäßig zufrieden mit seinem Los. Er besuchte noch in den 70er Jahren mit seiner ganzen Familie die ehemalige Kriegs-Chefin, diesmal um eine Woche Urlaub hier zu verbringen.

Gleich nach dem Ende des Krieges wurden von Eder hergestellte Bugholzteile in ganz Österreich vertrieben. Die Kunden waren vor allem Großhändler, welche die Waren an diverse Tischlereibetriebe weiterverkauften. Damals wurden Stühle noch von jedem Tischler selbst hergestellt, dazu wurden gebogene Teile benötigt.lt.

1949

trat Franz Plank (Schwiegersohn) in das Unternehmen ein. Es wurden große Kunden aus der Möbelindustrie, wie die Firmen Pollak in Wien, Sitzmöbelhersteller, und Fa. Sleepy, eine Polstermöbelfabrik, ebenfalls in Wien (Vösendorf) gewonnen und stellten die Hauptauslastung des Betriebes dar.

Durch diese Kontakte animiert, wurden in weiterer Folge Gestelle für die Polstermöbelherstellung angefertigt. Viele Tapeziererbetriebe verarbeiteten bald Polstermöbelgestelle aus der Prinzerdorfer Produktion. Als ein wichtiger Kunde ist die Fa. Pfusterschmid, Wien 2., zu erwähnen. Hier wurden besonders hochwertige Fauteuils und Couchen mit den Gestellen von Eder/Plank hergestellt.

1960

Betriebsübernahme durch Wagnermeister Franz Plank, der Beschäftigtenstand erhöhte sich bis in den 70er-Jahren auf ca. 15 Mitarbeiter. Die Produktvielfalt erweiterte sich ständig, aber für den Großkunden Pollak stellte sich der Standort Wien (mitten in der Stadt) nicht auf Dauer als günstig heraus, mangels Nachfolger wurde zugesperrt. Auch Sleepy musste wegen eines Großbrandes und einer nicht gelungenen Marktstrategie (Direktvertrieb) nach dem Wiederaufbau seine Tore für immer schließen. Doch schon vorher wurde durch den Weitblick des Franz Plank das Produktsegment um die eigene Herstellung von Sitzmöbeln aus Holz erweitert.

Zu den Kunden gehörten hauptsächlich Tischlereibetriebe im Raum Niederösterreich/Wien. Es gab auch Großkunden wie das Österreichische Bundesheer, wo tausende Mannschaftshocker, Sessel, Tische und Fauteuils durch Plank geliefert wurden. Eigene Entwürfe entstanden und es wurde z.B. die Schallaburg anlässlich ihrer Renovierung mit passenden Stühlen von Plank ausgestattet. Wieder wurde die Möbelindustrie auf Plank aufmerksam und Firmen wie REDI in Weyer, waren gute Kunden. Leopoldine Plank betrieb ein Handelsgeschäft in der Linzerstraße 14 wo neben eigenen Produkten auch, der Tradition entsprechend, Sportartikel wie Skier (allerdings zugekauft) und Rodeln (aus eigener Produktion), sowie Geschenkartikel verkauft wurden. Die Werkstätte am Standort in der Linzer Straße, zwar kontinuierlich ausgebaut, wurde zu klein und ein Neubau der Produktion wurde erwogen.

1975

Sohn Ing. Franz Plank, in der HTL-Mödling ausgebildet, tritt nach der Tischlermeisterprüfung und dem abgeleisteten Bundesheer in die Firma ein. Vater und Sohn arbeiten mit einem guten Mitarbeiterteam sehr konsequent und der Erfolg bleibt nicht aus. Die Stühle von Plank erwerben sich einen guten Namen und werden von Tischlerkollegen gerne zur Komplettierung ihrer Aufträge verwendet. Großkunden wie die renommierte Polstermöbelfabrik Wittmann in Etsdorf, Breitschopf in Steyr, Gruber und Schlager in Ort/Innkreis gehörten zu den Hauptkunden. Immer mehr fasste Plank auch in der Ausstattung von Objekten wie Seniorenheimen, Studentenheimen und Schulen Fuß.

1980

Die „Franz Plank GmbH“ wird gegründet.
Gute und motivierte Fachkräfte, sowie ein bewusst auf Qualität gesetzter Schwerpunkt in allen hergestellten Produkten verhalfen zu bester Dauerauslastung des Betriebes. Der Platz in der Werkstätte wurde oft sehr eng und es lagen neue Entscheidungen in der Luft.

Man wusste bei Plank, dass das jetzige Hoch nicht ohne Handeln von Dauer sein wird, da immer mehr minderwertige, aber auch sehr billige Produkte aus Ostländern in den Markt drängten. Es galt sich durch mehr Qualität und Flexibilität zu unterscheiden, Produkte aus dieser Zeit:

Martin Sepp - Heurigenschank Grinzing

Der Leiternsessel

1985

Nach einer 3-jährigen Unterrichtstätigkeit an der Landesberufsschule für Tischler, Zimmerer und Fassbinder in Pöchlarn entschied sich Ing. Franz Plank schließlich doch für die ausschließliche Weiterführung des Betriebes. Sicher war die Tätigkeit als Berufsschullehrer sehr bereichernd, da man hier professionell lernte mit jungen Menschen umzugehen und Wissen weiterzuvermitteln. Zudem war es wegen einer hervorragenden Kollegenschaft und der sehr interessanten Tätigkeit keine einfache Entscheidung, die Schule wieder zu verlassen. Doch einiges konnte Franz Plank aus diesen Jahren mitnehmen:

Lernen und Wissen vermitteln ist auch bei einem Produktionsbetrieb stets wichtig, da nur gut geschulte Mitarbeiter die hohen Anforderungen die an sie gestellt werden, auch erfüllen können.

Veränderungen

Da jedoch die alte Produktionsstätte in der Linzer Straße 14 nicht mehr ausbaufähig war und zudem im Kerngebiet Prinzersdorfs gelegen künftig hohe Investitionen erfordert hätte um nicht nachbarschaftliche Konflikte heraufzubeschwören, entschied man sich für einen Neubau. Nun begannen die Überlegungen wegen einem neuen Standort. Nachbargemeinden waren interessiert und besonders aus Loosdorf kam ein verlockendes Angebot. Es war besonders das Anliegen von Leopoldine Plank, Prinzersdorf nicht zu verlassen und sie setzte Ihren Standpunkt (wie immer) erfolgreich durch.

Später sollte sich die Entscheidung für Prinzersdorf als richtig herausstellen, da ein hervorragender Platz für das neue Betriebsgelände direkt an der 2006 errichteten Umfahrung Prinzersdorfs gefunden wurde. Edelaustraße 20, im noch unbebauten Industriegebiet Nord, heisst die neue Adresse. Hier ist ausreichend Platz vorhanden und es kann zu keiner Beeinträchtigung von nachbarschaftlichen Interessen kommen. Plank machte sich an die Planung und sofort auch Realisierung dieses großen Vorhabens.

Baubeginn im Winter 1985/86

Die Fa. Schemmel wurde mit der Errichtung des Betriebsgebäudes beauftragt. Auch die Firmen Elektro Brosenbauer und Installateur Kleebinder waren hier tätig. Alle Firmen sind aus Prinzersdorf oder nächster Umgebung.

Im Sommer 1987 fand bereits der große Umzug aller Anlagen und Maschinen statt. Nach dem „Urlaub“ wurde schon im neuen Werk gearbeitet. Die Mitarbeiter schätzen die neuen, hellen Räumlichkeiten und das Mehr an Platzangebot. Innerhalb weniger Jahre amortisiert sich diese Investition in die Zukunft. Durch verbesserte Arbeitsmethoden trotzt die Fa. Plank weiterhin der internationalen Konkurrenz.

1990

Franz Plank jun. gründet mit Hildegard Johanna Holzinger (aus Oberösterreich) eine Familie. Die Geschäfte laufen sehr zufriedenstellend und es werden weiterhin Investitionen getätigt. Senior Plank untertützt das Unternehmen bereits aus dem „Hintergrund“, aber trotzdem mit voller Kraft.

1997

Die erste CNC gesteuerte Maschine bescheunigt die Fertigung. Aktueller Auftrag: 500 Stühle mit Hochklappsitz für das Landesgericht Wien. Die nun virtuell zu tätigen Arbeitsschritte gelingen sofort und „Hightech“ ist ab jetzt für Plank ein MUSS.

Übrigens das Wichtigste des Jahres 97: Das jüngste von 3 Kindern - nach Rafael (1991), Klara (1993) ist nun Maria zur Welt gekommen !

2000

Die Fa. Plank arbeitet mit voller Kraft und kann mit den mittlerweile bewährten Schulmöbeln und neuen Produkten für den Seniorenbereich, sowie einem Designersessel, der etwas später noch Furore (TopTen Udine Promosedia - Internationale Sitzmöbelmesse, Italien) machen sollte, sich weiter am Markt behaupten.

2003

Franz Plank sen. erliegt nach kurzer, schwerer Krankheit im 83. Lebensjahr seinen Beschwerden.

Noch im 82. Lebensjahr war er in den Handlungen der Plank GmbH voll eingebunden und bis zum Schluss mit allen Dingen vertraut. Für seine selbstlose Unterstützung, auch in betagten Jahren, sind wir besonders dankbar.

Franz Plank sen. mit seinen Enkelkindern anlässlich des Geburtstagsjubiläums von Bruno Härtensteiner (60), eines verdienten Mitarbeiters und Säule der Fa. Plank, welcher mehr als 40 Jahre in unserer Firma beschäftigt war.

2003

Franz Plank sen. mit seinen Enkelkindern anlässlich des Geburtstagsjubiläums von Bruno Härtensteiner (60), eines verdienten Mitarbeiters und Säule der Fa. Plank, welcher mehr als 40 Jahre in unserer Firma beschäftigt war.

2005

Um für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein, werden noch zusätzliche CNC Maschinen investiert. Mithilfe guter Mitarbeiter, entsprechender technischer Ausrüstung, sowie aller eingebrachten Kreativität sind wir zuversichtlich, und stellen uns mit einem ausgezeichneten Team den Herausforderungen der Zukunft !

Die Einrichtung (2005) des Kabarett Simpl in Wien stellt die Leistungsfähigkeit der Plank Gmbh in Zusammenarbeit mit der Fa. Zeheter aus Gerersdorf, besonders deutlich dar:

45 Tage für Entwurf und Ausstattung dieser Wiener Kleinkunst-Kultstätte nach speziellen Anforderungen. 200 Einzelstühle und ca. 200 Theatersessel. Erstes Programm nach der Neuausstattung des Kabaretts: „Mitten am Rand“.

Derzeit unterstützen drei 5-achsCNC gesteuerte Fertigungsmaschinen die Produktion. 20 Mitarbeiter werden beschäftigt, die Herausforderungen der Zukunft werden weiterhin als Produktionsbetrieb

2011

Nach einer intensiven Modellentwicklungsphase entwickelt sich eine wichtige Geschäftsbeziehung zu einem renomierten Schweizer Großhändler. Wir haben in hervorragender Zusammenarbeit die Modellreihe „Viena“ auf den Markt gebracht.

2015

Eine vierte CNC gesteuerte Maschine und ein Lackierroboter werden angeschafft.

2018

Mit Wirkung zum 1.Juli 2018 wurde Rafael Plank zum Geschäftsführer der Ing. Franz Plank GmbH berufen. Ing. Franz Plank zieht sich aus der Geschäftsführung zurück, wird dem Unternehmen jedoch noch beratend zur Seite stehen.

2021

Der Bau einer Lagerhalle und die Neugestaltung des Produktionsablaufes sind nach 35 Jahren auf diesem Standort notwendig. Wesentlicher Bestandteil des Umbaus ist auch eine neue Späneabsauganlage mit Wärmerückgewinnung.

cart